Große Säure

Große Säure im Moorkomplex Großer Kranichsee

Lage: im Westertgebirge südwestlich der Talsperre Carlsfeld auf einer Höhe von ca. 940 m  über NN

FFH-Gebiet: “Erzgebirgskamm am Großen Kranichsee” (landesinterne Kennnummer: 10 E)

SPA-Gebiet: “Westerzgebirge” (landesinterne Kennnummer: 77)

Das sogenannte

Kurzcharakteristik:                                           Das Moorgebiet “Große Säure” umfasst etwa 10 ha und ist durch Bergkiefern-Moorwälder und Fichten-(Moor-)wälder geprägt. Die Große Säure stellt ein Gehänge-Regenmoor dar. Die Torffläche der Großen Säure wurde in den vergangenen Jahrhunderten in erheblichem Maße abgebaut und zudem durch ein engmaschiges Grabennetz besonders im östlichen Teil stark entwässert. Im vom Bergkiefern-Moorwald bedeckten Kernbereich wurden Torfmächtigkeiten von bis zu 4,7 m ermittelt. Hier kommen unter anderem noch die hochmoortypischen Arten Rosmarinheide, Krähenbeere, Moosbeere, Rauschbeere und Scheidiges Wollgras vor. Bei den Moosen sind die typischen, zum Teil in Sachsen vom Aussterben bedrohten Hochmoorarten Dicranum undulatum, Polytrichum longisetum, Sphagnum magellanicum, Mylia anomala und Polytrichum strictum vertreten. Die Große Säure gehört zum grenzübergreifenden Lebensraum des Auerwildes (Tetrao urogallus). Sie befindet sich innerhalb des Naturschutzgebietes "Großer Kranichsee"

Nach Anstau der Gräben wird das Wasser zurückge-
halten und es entstehen größere Wasserflächen 
Bild: Michael Künzel

Maßnahmenumsetzung:                                                                                                      Aufgrund des im Managementplan für das Fauna-Flora-Habitat-Gebiet (FFH-Gebiet) festgestellten Maßnahmenbedarfs wurde im Jahr 2005 durch den Umweltfachbereich des Regierungspräsidiums Chemnitz ein hydrologisches Gutachten inklusive Vermessung, hydromorphologischer Analyse und Maßnahmenplanung in Auftrag gegeben. Seit 2006 werden in mehreren Bauabschnitten die vorhandenen Gräben verschlossen. Dabei können aufgrund der hohen Torfmächtigkeit neben Bretterdämmen auch oftmals Holzspund- wanddämme zum Einsatz kommen. Zusätzlich werden besonders tief eingeschnittene Grabenbereiche mit Torf verfüllt. Die einsetzende Wiedervernässung ist bereits jetzt in größeren Teilbereichen deutlich erkennbar.

 

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