Das Projekt “Erzgebirgische Moore”

Vorgeschichte - Was geschah mit den erzgebirgischen Mooren? 

Gründe für die einstige Zerstörung und heutige Wiedervernässung der Moore

Lange Zeit wurden Moore gefürchtet - unwirtliche, gefährliche Gegenden, die weder für die Forst- noch für die Landwirtschaft nutzbar waren. Um sie nutzbar zu machen, wurden große Moorflächen im 19. Jahrhundert entwässert und oftmals unprofitabel forstlich genutzt. Damals wurde der Wert dieser Lebensräume mit ihren vielfältigen Funktionen als Wasserspeicher, Kohlenstoffsenke und als Lebensraum für seltene Arten noch nicht erkannt. Durch die Entwässerung und dem damit einhergehenden Wasserverlust wurden die Moore weitgehend zerstört. Vor allem nach der politischen Wende setzte ein Umdenken ein, noch gut erhaltene Moore wurden als Naturschutzgebiete gesichert und renaturierungsfähige Moore werden seither wiedervernässt, um eine weitere Zerstörung zu verhindern und die Selbstregulierung zu unterstützen.  mehr>>

Was unternimmt der Naturpark “Erzgebirge/Vogtland”?

Seit mehr als 10 Jahren werden Revitalisierungsmaßnahmen umgesetzt

Insgesamt gibt es im Naturpark “Erzgebirge/Vogtland” über 150 so- genannte Moor- und Torfstandorte. Davon werden allerdings nur vier Prozent als naturnah bis gering gestört ein- geschätzt, das ergab eine Inventari- sierung aller Moore im Naturparkgebiet. Diese sind ausnahmslos als Naturschutz- gebiete ausgewiesen. mehr>>

Was bedeutet “Revitalisierung” von Hochmooren?

Oberstes Gebot ist der Wasserrückhalt im Moor

Die erzgebirgischen Moore sind durch Entwässerung und Torfabbau gekenn- zeichnet. Die Folgen sind gravierend - Zerstörung der Moore durch Wasser- mangel und Torfschwund. Aus diesem Grund ist der Rückhalt des Wassers im Moor ein erster Schritt für eine erfolg- reiche Wiedervernässung. Dieses Ziel wird vor allem durch den Verschluss der Entwässerungsgräben anhand von Stau- anlagen erreicht. mehr>>

Im Moorgebiet Hühnherhaide haben sich nach dem Bau der An-
staue größere Wasserflächen gebildet Bild: Kristin Eberhardt

Aus toten sollen wieder lebende Moore werden

In folgenden Mooren werden Maßnahmen zur Wiedervernässung umgesetzt

Auf der oben dargestellten Karte ist zu erkennen, dass die Moorstandorte vor allem klein- flächig auftreten oder Komplexe aus mehreren zusammenhängenden Standorten bilden, wie beispielsweise im NSG “Großer Kranichsee”. Bei der Umsetzung von Maßnahmen zur Wieder- vernässung hat sich der Naturpark auf Moorstandorte konzentriert, die ein großes Potential für eine erfolgreiche Wiedervernässung besitzen. mehr>>

Butterwegmoor
(bei Johanngeorgenstadt) Torfstich Wirtsgarten
(bei Kühnhaide) Moor am Salzflüsschen
(bei Holzhau)
Große Brauckmannhaide
(bei Johanngeorgenstadt)
Hühnerhaide
(bei Rübenau)
Lehmhaide
(bei Rübenau) Kleiner Kranichsee
(bei Johanngeorgenstadt)
Ziel-3 Projekt
(Teilgebiet Schwarze Haide)
Kroatenwiese
(bei Kühnhaide)
Philipphaide
(bei Reitzenhain) Große Säure
(bei Carlsfeld)
Löffelsbach
(bei Grünbach)
Erdmannsbach
(bei Marienberg)

Bilder: Naturpark “Erzgebirge/Vogtland”

 

© Zweckverband Naturpark “Erzgebirge/Vogtland”