Schönes Nebenbei

Lustiges Nebenbei

Die Leute, die sich mit den erzgebirgischen Mooren intensiv beschäftigen, haben sich während vieler gemeinsamer Jahre in gewisser Weise zu einer “Moor-Gemeinschaft” entwickelt. Man trifft sich zu bestimmten Anlässen, es werden Informationen und Wissen ausgetauscht, sogar Freundschaften sind durch die “Moore” entstanden.

Da man zu “Moor”-Treffen, “Moor”-Tagungen und “Moor”-Exkursionen dann häufig neben Unbekannten auch viele bekannte Menschen trifft, mit denen man bereits vertraut ist, haben sich in dieser Zeit schon einige schöne und auch lustige Begebenheiten zugetragen.

Auszüge sollen auf dieser Seite auch andere Gemüter erheitern und zum Schmunzeln bringen - also viel Spaß....

Moortagung 2010 in Eibenstock

Dr. habil. Siegfried Slobodda in der Mothäuser Haide
Foto: Dirk Wendel

Moorland

Dr. Siegfried Slobodda

Oh, quelliger Sumpf, oh schwammiges Moor –
Welch’ Fülle von Leben bringst du hervor!
Gewächse verschiedenster Form und Gestalt
Suchen im Torf- und Moosfilz Halt.              
         Gern würde ich die Erklärungen finden,        
         Wie Pflanze und Standort kausal sich verbinden.

Oh, quelliger Sumpf, oh schwammiges Moor –
Worin liegt dein Ursprung? Was geht in dir vor?
Nicht einfach – und erst recht nicht bequem
Wird die Deutung des Moores als Ökosystem.
         Im Weitergeh’n schlürfen der Tritte Siegel,
         Alsbald quillt nach oben der Wasserspiegel.

Oh, quelliger Sumpf, oh schwammiges Moor –
Warum hier Torfmoos – dort Seggen und Rohr?...
Den „Götterblick“ durch das Moorlabyrinth
Man erst nach gründlichen Feldstudien find’t
         Doch gib acht! – beim Grübeln und Sinnieren
         Schnell kann man den sicheren Halt verlieren!

Oh, quelliger Sumpf, oh schwammiges Moor –
Zum Arbeitsfelde ich dich erkor:
Durch Röhricht und Bruchwald, durch Schlenke und Ried
Mein Bohrprofil und Transsekt sich zieht.
         Gelingt mir ein Beitrag zur Moorgenese?
         Die Nachwelt wird urteilen: – Hypothese! –


Oh, quelliger Sumpf, oh schwammiges Moor –
Nur allzugern kommt die Erinn’rung empor:
Unvergessen dein Antlitz, so herb und so wild.
Vergehen und Werden im wechselnden Bild,
Entstanden in Tausenden von Jahren…

         Wir steh’n in der Pflicht, es zu bewahren!
 

Das Gedicht “Moorland” hat Dr. Slobodda am 01. Mai 2010 zu Beginn der Moortagungsexkursion vorgetragen. Den Anlass dafür gab der Geburtstag von Antje Blohm, Mitarbeiterin im Ziel-3-Projekt des Naturparks “Erzgebirge/Vogtland”.

FreieNachgestaltung des Gedichtes „Quaggery“,
abgedruckt auf der Einband-Rückseite der Dissertationsschrift

„Vegetation and hydrology of floating rich fens“ von Geert van Wirdum

Maastricht: Datawyse. – I11 (1991)
ISBN 90-5291-045-6

Die Moortaufe
Bild: Anke Haupt
Bild: Kristin Eberhardt

Kristin Eberhardt hätte beinahe ihr restliches Leben als “Moorleiche” fristen müssen, wenn sie Prof. Dierssen nicht aus dem Moor gerettet hätte :-)

Ei Ei, Sir! Frank Edom - Hydrologe und Moorexperte salutiert im Moorgebiet "Kleiner Kranichsee" auf der Grenze zwischen Deutschland und Tschechien, die mittlerweile nicht mehr bewacht wird :-).

© Zweckverband Naturpark “Erzgebirge/Vogtland”