Ziel-3 Projekt

Auf der Internetseite moorevital.sachsen.de

erhalten Sie vertiefende Informationen über das grenzübergreifende Ziel-3-Projekt  zur Revitalisierung der Moore zwischen Hora Sv. Šebestiána und Satzung - Phase 2.

Das von insgesamt sechs Projektpartnern (2 tschechische und 4 deutsche Partner) unter der Federführung des Staatsbetrieb Sachsenforst Forstbezirk Marienberg umgesetzte Projekt, verfolgt das übergeordnete Ziel, eine ca. 230 ha große Moorfläche zu revitalisieren. Für die einstmals ausgedehnten Moorflächen auf dem Erzgebirgskamm im mittleren Erzgebirge sollen damit bessere Voraussetzungen für die Regeneration geschaffen werden. Um eine effiziente und zügige Umsetzung der geplanten Wiedervernässungsmaßnahmen zu gewährleisten, kommen zum überwiegenden Teil Maschinen zum Einsatz, die Entwässerungsgräben unwirksam machen und Flächen planieren.

Weitere Informationen erhalten Sie auf folgender Internetseite:

http://moorevital.sachsen.de

Ziel-3 / Cíl 3

Revitalisierung der Moore zwischen Hora Svatého Sebestiána und Satzung - Phase 1

Grenzübergreifendes Projekt betrachtet Moore des Erzgebirgskamms               Laufzeit: 04.2010 - 05.2012

Vier Partner waren an dem zweijährigen Projekt beteiligt, welches zu einem großen Teil von der Europäischen Union finanziert wird. Der Naturpark “Erzgebirge/Vogtland” hatte die Leadpartnerschaft übernommen, war also für die Koordination des Projektes verantwortlich. Auf deutscher Seite waren weiterhin die Landesdirektion Chemnitz und das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie beteiligt. Partner der tschechischen Republik war das Amt des Bezirkes Ústí nad Labem.

Die Übersichtskarte zeigt das Projektgebiet. Auf deutschem Gebiet bildete das NSG “Kriegswiese” einen Schwerpunkt der Betrachtung, da das Wassereinzugsgebiet dieses Sattel- moores auf tschechischem Territorium liegt und durch eine Grenzstraße teilweise vom Moor abgeschnitten ist. Auf tschechischem Territorium lag der Schwerpunkt der Untersuchungen bei den so genannten Hassberger Mooren. Eine besondere Herausforderung stellte vor allem die Mächtigkeit der Entwäs- serungsgräben, die durch Sprengungen entstanden und bis zu drei Meter mächtig sind.

Im März 2012 fand die offizielle Abschlussveranstaltung des Projektes im Bezirksmuseum Chomutov statt. Dort wurden die Ergebnisse der hydrologischen, floristischen und faunistischen Unter- suchungen vorgestellt. Die Vorträge stehen Ihnen als Download zur Verfügung.

In der sich anschließenden zweiten Phase soll die praktische Realisierung der geplanten  Maßnahmen erfolgen. Der Staatsbetrieb Sachsenforst wird dann als Leadpartner die Koordination des Projektes übernehmen und die Maßnahmenumsetzungen in den Waldgebieten durchführen.

Der Naturpark “Erzgebirge/Vogtland” bleibt weiterhin Partner im Projekt und wird sich vor allem um die Umsetzung der Maßnahmen auf Privateigentumsflächen kümmern.

Blick auf das Wiesenmoor Schwarze Haide (Bildmitte), welches als NSG unter 
Schutz steht. Der Sonnentau (Drosera rotundifolia) ist eine
fleischfressende Pflanze, di nur in Mooren 
vorkommt.
Das Moorgebiet Kriegswiese erstreckt sich auf 
tschechischem und auf deutschem Gebiet. In der Kriegswiese wurden Torfbohrungen abgeteuft, 
um die Beschaffenheit des Torfes ermitteln zu können.

© Zweckverband Naturpark “Erzgebirge/Vogtland”