Ziele

Ziele der Revitalisierungsmaßnahmen

Die Wunden zu Heilen dauert vielleicht sogar Jahrhunderte

Ziel der Maßnahmen ist die Wiederherstellung eines oberflächennahen Wasserstandes auf einem möglichst großen Teil der Torfflächen als Grundvoraussetzung für die (Wieder-) Ansiedlung einer torfbildenden Vegetation. Die natürlichen Regenerationsprozesse, die in gestörten Mooren auch ohne Handlungen des Menschen ablaufen, sollen somit unterstüzt und beschleunigt werden.

Mit dem Wiedereinsetzen der Torfbildung können die Moore erneut ihre landschafts- ökologische Funktion als Stoffsenke erfüllen. Demgegenüber kam und kommt es durch die Entwässerungen zur Torfzersetzung und damit zur Freisetzung klimaschädlicher CO
2-Mengen, wodurch diese Moore zum belastenden Lebensraum geworden sind. Mit dem Anstauen oder Verfüllen von Entwässerungsgräben wird der Abfluss des Wassers aus den Mooren verzögert und damit die Hochwassergefahr verringert.

Durch den Schutz der noch verbleibenden Moore, wird zudem ein großer Beitrag für eine artenreiche Umwelt geleistet. Denn durch die extremen Lebensbedingungen in den Mooren, haben sich auch die Pflanzen und Tiere angepasst und spezialisiert. Ändern sich die äußeren Einflüsse, zum Beispiel durch den Eintrag von Nährstoffen oder des pH-Wertes, so können diese Arten nicht mehr überleben. 

Die Bult-Schlenken-Struktur ist im Kernbereich des NSG

Das Hochmoor Kleiner Kranichsee ist das einzige Kammhochmoor, dessen Kern sich vollständig auf deutscher Seite befindet. Im Jahr 1939 wurde es erstmalig als Naturschutz- gebiet ausgewiesen. Der Zustand des Moores ist vergleichsweise sehr gut. Wie auf dem Foto zu erkennen ist, steht das Wasser hier obenflächennah an, was Grundvoraussetzung für die Torfbildung ist.

 

© Zweckverband Naturpark “Erzgebirge/Vogtland”