Moor am Salzflüsschen

Lage: südlich von Holzhau im Landkreis Mittelsachsen auf einer Höhe von ca. 720m NN

SPA-Gebiet: Waldgebiete bei Holzhau(landesinterne Kennnummer: 65)

Kurzcharakteristik:
Die ehemaligen Moorbereiche umfassen eine Fläche von ca. 15 ha. Es handelt sich um Hangmoorbildungen mit teilweise aufgewachsenen Regenmooren. Lokal werden Torfmächtigkeiten von über 3 Meter erreicht. Das Moorgebiet wird forstlich genutzt. Es ist durch tiefe Entwässerungsgräben und  dem damit einhergehenden Torfschwund gekennzeichnet. Das Moorgebiet am Salzflüsschen ist überwiegend mit Fichten bewaldet und weist teilweise eine zwergstrauchreiche Krautschicht auf. Vorkommende Moorarten sind Torfmoose und Pfeifengras, wobei typische Hochmoorarten inzwischen fehlen.

Maßnahmenumsetzung:
In den Jahren 2003 und 2004 erfolgten für den südlichen Moorkern standortbezogene Untersuchungen zu Vegetation, Torf und Hydrologie. Seit 2006 erfolgte die Umsetzung der geplanten 54 prioritären Grabenanstaue in mehreren Bauabschnitten, welche 2010 mit der Abdeckung und Überfüllung aller errichteten Staudämme abgeschlossen wurde. Ziel der Maßnahmen ist es, möglichst den konzentrierten Oberflächenabfluss zu unterbinden und die Hangwasserspeisung des Moores aufs Neue zu etablieren. So wird es möglich, den Wasserstand oberflächennah zu stabilisieren, um die Torfbildung und das Moorwachstum wieder anzuregen. Die Umsetzung der Arbeiten erfolgte durch Waldarbeiter des Forstbezirkes Marienberg, Mitarbeiter des Naturparks „Erzgebirge/Vogtland“ sowie durch ein internationales Workcamp. Eine offizielle Abschlussveranstaltung der Wiedervernässungsmaßnahmen wurde vom Naturpark am 7.10.2010 organisiert. Alle am Projekt Beteiligten sowie die interessierte Öffentlichkeit konnten sich über den Verlauf der Arbeiten und bereits sichtbare Resultate informieren.