Rostmoor

Lage: südwestlich der Talsperre Carlsfeld im Vogtland an der Grenze zum Erzgebirgskreis auf ca. 930 mNN

FFH-Gebiet: „Großer Kranichsee“ –EU-Nr. 5541-302 (landesinterne Nummer: 016 E)

Kurzcharakteristik:
Das Rostmoor ist Bestandteil des NSG „Großer Kranichsee“. Es gehört zum Flurstück 673 (Forstabteilung 139) der Gemarkung Sachsengrund, Gemeinde Muldenhammer/OT Morgenröthe-Rautenkranz.

Ein reich strukturierter Fichtenmoorwald mit Zwergsträuchern prägt das Erscheinungsbild des ca. 6 ha umfassenden Moores. Es wird von zahlreichen Gräben entwässert zur Förderung der Forstwirtschaft.

Auf der Ostseite des Torfkörpers baute man in der Vergangenheit große Mengen Torf ab. Durch den hohen Fichtenanteil und die zahlreichen Entwässerungsgräben schwindet der Anteil typischer Moorarten wie Sphagnumarten, Scheidiges Wollgras, Krähen-, Rausch- und Moosbeere zusehends.

Das Rostmoor ist darüber hinaus Lebensraum von Sperlingskauz, Schwarzstorch, Rotwild und des Birkhuhns.

Maßnahmen:
Grundlage für die Revitalisierung ist die FFH-Managementplanung, die deutliche Defizite im Wasserhaushalt feststellte. Auf dieser Basis beauftragte 2012 das LfULG das Planungsbüro Hydroconsult mit der Erstellung eines Hydrologischen Gutachtens und einer Ökotopprognose für das gesamte FFH-Gebiet.

Unmittelbarer Anlass der Revitalisierung des Rostmoores ist die bereits 5-jährige Grundwasserpegelmessung und der chemische Parameter zur Beobachtung der Huminstoffeinträge in die Zuflüsse der Trinkwassertalsperre Carlsfeld. Die Wiederherstellung der hydrologischen Funktionsweise des Rostmoores ist ein Bestandteil der Ökotopprognose.

In Abstimmung mit der Landestalsperrenverwaltung und dem Staatsbetrieb Sachenforst sollen nun in einem ersten Bauabschnitt 10 Anstaue zum Wasserrückhalt errichtet werden. Begleitend setzen wir gemeinsam mit dem LfULG das Monitoring der Grundwasserpegel und der chemischen Parameter der Moorwässer fort. In Abhängigkeit von den Ergebnissen fällt die Entscheidung für die Fortsetzung der Revitalisierung.